Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 

Das Projekt

Dieses sozial- und wirtschaftshistorische Forschungs- und Sammelprojekt beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Heimarbeit in Vorarlberg seit 1945.

Die Online-Plattform begleitet unseren aktiven Dialog mit Zeitzeug(inn)en und dokumentiert den aktuellen Stand der Sammlung und Recherche.

Absicht und Anliegen

Das Projekt "Heimarbeit in Vorarlberg" will das „unsichtbare“ industrielle Arbeitsmodell Heimarbeit, seine Akteurinnen und Akteure und deren Leistung sichtbar machen. Themen wie das Rollenverständnis und Arbeit im ländlichen Raum, gesetzliche Rahmenbedingungen versus Alltagspraxis, Familienleben und Einkommen usw. werden untersucht und dargestellt.
Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Jahrtausendwende.  Auch Übergangsformen zwischen Heim- und Fabriksarbeit – die Arbeit in kleinen Nähzirkeln oder in Fabriksaußenstellen werden mit berücksichtigt.

Methode

Die Arbeitsgemeinschaft MOTTER & GRABHERR orientiert sich bei ihren Aufträgen und Projekten an den Methoden der Angewandten Geschichte, deren Anliegen es ist, akademisches Wissen praktisch zu erschließen und erfahrbar zu machen. Das gemeinsame Sammeln und über das Thema diskutieren, soll möglichst vielen Interessierten und Zeitzeuginnen und Zeitzeugen eine aktive Beteiligung am Projekt ermöglichen.
Erzählabende, Interviews, Dialogführungen sind das typische Handwerkszeug der Angewandten Geschichte - jeder Termin ist ein einmaliges Erlebnis, bei dem nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas „mitnehmen“ können, sondern von denen auch wir mit neuen Fragen und Antworten bereichert zurückkehren.

Projektpartner Heimarbeit

Die Arbeitsgemeinschaft MOTTER & GRABHERR recherchiert seit 2015 zum Thema Heimarbeit in Vorarlberg. 2016 konnte das vorarlberg museum als Projektpartner für die umfassende Basisrecherche und für die Durchführung von Oral History-Interviews gewonnen werden. Durch das Interesse des Angelika Kauffmann Museums an dem Thema, und durch die Unterstützung der Gemeinde Schwarzenberg konnte 2017 ein Zwischenstand des Projektes mit der Ausstellung "Heimarbeit - Wirtschaftswunder am Küchentisch" präsentiert werden. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Region Bregenzerwald. 2018 wird ein weiterer Sammelstandort im Stadtmuseum Dornbirn eröffnet, der sich speziell mit dem Industrieballungsraum Rheintal beschäftigt. Mit dem Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz konnte für das Rheintal ein weiterer Partner gewonnen werden, mit dem ein Blick auf Arbeitsbeziehungen über den Rhein möglich wird.

Die Aktivitäten 2017 wurden durch das Land Vorarlberg, Abteilung Kultur und Abteilung Frauen, und duch die Impulse Privatstiftung gefördert.
Das Projekt "Heimarbeit - Wirtschaftswunder am Küchentisch im Rheintal" wird im Rahmen eines Interreg-Kleinprojektes gefördert.

Rahmenprogramm 2018 startet am 5. April in Widnau mit den Projektpartnerinnen Österreich-Schweiz!

Nächste öffentliche Führungen:
Dornbirn:  SO, 16. Dezember 2018, 10 Uhr

SAVE THE DATE:
Preview Österreichbild über das Projekt Heimarbeit

Mi, 6. Februar 2019
ORF-Funkhaus Dornbirn
19:30 Uhr

 

Min Dätta hat allad g'seit:
„Busfahren verdirbt den Charakter.“
Zeitzeugin, 70

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