Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 

Baitz Puppen

Die Firma Baitz-Nachfolger, die nach dem Krieg von Bad Aussee (Steiermark) nach Lustenau übersiedelt war und ihren Firmensitz ab ca. 1960 in Bregenz hatte, produzierte eigentlich Schaufensterdekorationen, Krippen- und Trachtenfiguren. Anfang der 1950er-Jahre erfanden die Besitzer eine kleine Trachtenpuppe.

Die sogenannte Baitz-Puppe, die mit Trachten aus verschiedensten Regionen Österreichs, später auch Deutschlands, der Schweiz und Frankreichs erzeugt wurde, war ein Exportschlager und beliebtes Souvenir.  

In den Ateliers der Firma arbeiteten meist Frauen, ein Teil der Puppenproduktion wurde durch Heimarbeit erledigt. Von der Fertigung der Puppenkörper bis zum Anziehen gab es etliche Arbeitsschritte, die sich die Heimarbeiterinnen aufteilten.

Nach einem Besitzerwechsel im Jahr 1963 wanderten diese Aufträge in der für Vorarlberg eher untypischen Souvenirbranche ins Waldviertel ab, wo Frauen bis in die 2000er-Jahre am Küchentisch Baitz-Puppen produzierten.

 

 

Herstellungsort: Lustenau, Hard, Bregenz
Material: Stoff, Kunststoff, Draht, Papier
zur Verfügung gestellt von Marlis Jenny, Puppenmuseum Blons
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