Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 
Berufstätig?

Erinnerung an den Bregenzerwald 1965

Als Kind in Dornbirn um etwa 1955 habe ich zum ersten Mal Heimarbeit in der Familie einer Freundin aus dem Gymnasium kennengelernt. Wenn man zu Besuch kam, wurde man gleich in die Arbeit eingebunden, was mir Spaß machte, da ich so etwas als Tochter eines Arztes nicht kannte. Die Mutter, eine geschiedene Frau mit mehreren Kindern, konnte sich nur so ihren Lebensunterhalt verdienen und alle Kinder halfen mit.

Als Junglehrerin im Bregenzerwald ab 1965 stand in den Schülerbeschreibungsbögen der Kinder beim Beruf der Mutter fast immer „Hausfrau“, aber aus den Erzählungen der Kinder bemerkte ich bald, dass Fremdenzimmervermietung und/oder Heimarbeit die Berufstätigkeiten vieler Mütter waren. Sie wurden aber kaum erwähnt. Der Ehemann musste nach außen Familien-Erhalter sein.

 

Erinnerung, zur Verfügung gestellt von Lieselotte H., Mai 2017
Herzlichen Dank!

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung der heimarbeit-vorarlberg.at und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Ja, ich stimme zu