Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 

Familienproduktion mit Zurne

Als die Eheleute Auguste und Stefan P. 1946 aus Deutschland nach Vorarlberg zurückkehrten, waren kaum Wohnraum und Arbeit zu finden. Das Paar wohnte anfänglich mit seiner Tochter in einem Zimmer in der Mühlestraße in Dornbirn. Stefan P. arbeitete zunächst in einer Gerberei.

Auguste, gelernte Damenschneiderin, fand 1954 Beschäftigung als Heimarbeiterin für den Strickwarenproduzenten Philipp Mäser, für den auch ihr Mann inzwischen tätig war. Die Familie wohnte zu diesem Zeitpunkt in der Roseggerstraße, also in unmittelbarer Nähe zur Fabrik.

Die in einem großen Transportkorb, einer sogenannten Zurne, angelieferte Ware wurde per Seilzug in den oberen Stock gehoben. Auguste nähte Leisten an die Herrenwesten, ihre Tochter Hannelore und ihr Mann Stefan ergänzten die Knöpfe. Später erhielt Hannelore das Angebot, direkt bei Philipp Mäser in der Fabrik zu arbeiten. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits eine andere Arbeitsstelle gefunden.

Das Foto mit Hannelore, Auguste und einem Nachbarkind ist im Garten der Vermieterfamilie in der Roseggerstraße 26 entstanden.

Ort: Dornbirn, Roseggerstraße
Datierung: um 1950
zur Verfügung gestellt von Hannelore K.
Herzlichen Dank!

Verknüpfte Sammelstücke

Heimarbeit bei Philipp Mäser

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