Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 

Heimarbeit „outdoor“

Heimarbeit fand laut vielen Zeitzeuginnenberichten sehr oft am zentralsten, wärmsten und praktischsten Arbeitsplatz statt – dem Küchentisch. So konnten beim Arbeiten nebenbei die Kinder und der Herd im Auge behalten werden. Außerdem stand in der Küche oft der größte Tisch des Hauses – mit einer leicht zu reinigenden Oberfläche.

Wenn die Heimarbeit an einer eigenen, größeren Maschine durchgeführt wurde, war deren Standort in der Regel aber in der Stube oder in einem Nebenzimmer, in dem die Arbeit bei Unterbrechungen einfach stehen gelassen werden konnte. Manche Frauen transferierten ihre Arbeit flexibel an Plätze, die sich durch die Kinderbetreuung oder andere Aufgaben ergaben.

Im Bregenzerwald war es seit Ende des 19. Jahrhunderts auch üblich, die Kettenstichstickmaschine bei der jährlichen Übersiedlung aufs Vorsäß mitzunehmen.

Das Foto aus dem Jahr 1975 wurde in Lustenau aufgenommen – laut der Überbringerin ging es eigentlich um das Kind mit Gips im Vordergrund. Die vermutlich nachstickende Mutter mit der Kleiderschürze im Hintergrund zeigt eine damals weit verbreitete Alltagssituation und ist ein schönes Zeitdokument zum Thema Heimarbeit.

Aufnahmeort: Lustenau
Datierung: 1975
zur Verfügung gestellt von Sigrid V.
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