Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 

Arbeit aus der Schweiz

Das 1873 gegründete Unternehmen Jacob Rohner war einer der führenden und größten Stickereiwarenerzeuger in der Ostschweiz. In den 1930er-Jahren kam eine Sockenproduktion im Rheintal hinzu.

Im Laufe der über 100-jährigen Firmengeschichte wurden zahlreiche Schweizer und österreichische Heimarbeiterinnen beschäftigt. Die Jacob Rohner AG betrachtete das gesamte Rheintal beiderseits der Staatsgrenze stets ganz selbstverständlich als einheitlichen Wirtschaftsraum. 1966 wurde in Lustenau auf der Vorarlberger Seite des Rheins eine Niederlassung für das Stickereigeschäft eröffnet, von der speziell mit Osteuropa Geschäfte abgewickelt wurden.

Die Heimarbeiterinnen, die hauptsächlich Stickereiware ausschnitten, kamen vorwiegend aus dem Bregenzerwald. Jacob Rohner arbeitete in der Produktion aber auch intensiv mit kleineren österreichischen Lohnstickereien zusammen.

Auch in der Rohner-Sockenproduktion gab es Heimarbeit, allerdings nur im Schweizer Rheintal in der Nähe der Fabrik.

In den 1980er-Jahren wurden die österreichischen Akteurinnen des „Heimarbeitsgeschäfts“ in der Jacob Rohner Firmenzeitung sogar speziell gewürdigt.
Die gezeigten Fotos wurden folgendermaßen kommentiert: „Hier ist die Oma beim Ausschneiden. Frau Frank ist Expertin auf diesem Gebiet, denn sie kann schon auf eine 50-jährige Erfahrung zurückblicken.“

Aufnahmeort: Bregenzerwald
Datierung: 1980er-Jahre

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