Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 
Modelleisenbahnen aus den Alpen

In den 1980er-Jahren war ich auf einem Seminar für Marketing in Bezau, das vom Managementcenter Vorarlberg organisiert wurde. Dort lernte ich einen Kleinunternehmer kennen, der von der Heimarbeit lebte:

Die Firma Märklin aus Göppingen in Baden-Württemberg schickte wöchentlich einen großen LKW mit Kleinteilen für Modelleisenbahnen (Loks, Waggons etc.) ins Grödnertal in Südtirol zu einem fixen Verteilerpunkt zu einer fixen Zeit. Dort übernahm der Kleinunternehmer mit seinen VW-Bussen die versprochenen Teile und ließ sie durch seine Mitarbeiter (VW-Busfahrer) in die letzten Winkel des Tales zur Heimarbeit verteilen und sammelte die montierten Loks und Waggons wieder ein, um die in der Vorwoche gefertigten Produkte zur Sammelstelle zu bringen. Der LKW, mit Fertigprodukten beladen, fuhr wieder zurück in die Märklinzentrale in Deutschland, wo das Spielzeug  dann in die Welt verkauft wurde. Der Lohn für Heimarbeit im Grödnertal (Italien) betrug einen Bruchteil des Lohns in der Märklin Fabrik in Göppingen. Das war der Treiber für die Heimarbeit!

Erinnerung zur Verfügung gestellt von Alfred T., November 2018
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