Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 

Trachtenstrickjacke

Die Firma Peter Geiger jun. kam während des Zweiten Weltkriegs von Schwaz in Tirol nach Egg in den Bregenzerwald, um eine Niederlassung zu gründen. Sie benötigte für die Strickwarenerzeugung, die zu jenem Zeitpunkt mit Heereslieferungen beschäftigt war, mehr Heimarbeiterinnen, als in der Nähe ihres Tiroler Standorts verfügbar waren. Diese Arbeitskräfte waren im Bregenzerwald verfügbar, zumal die Stickereiaufträge aus der Schweiz durch den Krieg zum Erliegen gekommen waren. Heerespullover, Mützen, Socken, Handschuhe, Schals und Tarnnetze wurden in Heimarbeit hergestellt.

Nach dem Krieg bildeten Damen-Trachtenstrickwesten den Schwerpunkt. Eine gute Strickerin bewältigte durchschnittlich zweieinhalb Westen pro Woche. Das Gittermuster, die Noppen und Blumen sowie der etwas taillierte Gesamtschnitt entsprachen der Trachtenmode der 1940er-Jahre.

Peter Geiger jun. blieb bis Anfang der 1950er-Jahre mit einem Büro und einem kleinen Lager- und Produktionsraum in Egg präsent, löste die Außenstelle dann jedoch wieder auf. Trotzdem erinnern sich noch etliche Frauen im Bregenzerwald, dass sie als junge Mädchen vor allem in den Wintermonaten mit Stricken beschäftigt waren.

Herstellungsort: Krumbach
Material: Wolle
zur Verfügung gestellt von Maria Nußbaumer
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