Heimarbeit
Wirtschaftswunder am Küchentisch
 

Zumtobel Elektrobauteile

Die 1950 gegründete Walter Zumtobel KG ist mit über 1.000 Beschäftigten vor Ort bis heute das einzige Großunternehmen der Elektroindustrie in Dornbirn.

Seine Ursprünge unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg lagen allerdings in Hard, und zwar in den Räumen der ehemaligen Michel-Werke, eines deutschen Rüstungsbetriebs. Die anfänglichen Produktionszweige waren die Kunstharzverarbeitung, der Werkzeugbau und die Automatendreherei.
Zumtobel produzierte u.a. Hosenknöpfe, Tubenverschlüsse, Neonröhren-Halterungen und Stecker aus dem ersten Kunststoff Bakelit.

In den beiden folgenden Jahrzehnten wuchs das Unternehmen rasant. Die Montage von Leuchtstoffröhren-Halterungen und verschiedenen Klemmleisten musste in Heimarbeit vergeben werden, um die Auftragsmengen zu bewältigen. In den Spitzenzeiten Ende der 1960er-Jahre arbeiteten an die 100 Personen an externen Arbeitsplätzen.

Das Material wurde in der Heimarbeitsausgabe gewogen und bei der Rückgabe auch per Kilogramm bezahlt. Für die Betreuung der Heimarbeiterinnen war ein Mitarbeiter abgestellt, der sogar eigene kleine Hilfsgeräte mit Behelfsmotoren entwickelte, die die Arbeit am Küchentisch rationalisieren und beschleunigen sollten.

Herstellungsort: Dornbirn
Material: Kunststoff, Metall
zur Verfügung gestellt von Bruno Pfanner
Herzlichen Dank!

 

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